Stein(zeit)Pfanne

Backen auf heißem Stein / der „RocFox Stein(zeit)kuchen“


Experiment: wir wollten Waffeln backen im Feuer

Versuch 1: Waffeleisen in heißer Glut – Ergebnis: ein Satz mit X…
Entweder war das Waffeleisen zu heiß geworden, oder wir hätten kein ODER mehr Öl benutzen sollen. Hätten wir das niegelnagelneue Eisen vorher einbrennen sollen..?

Im Nachhinein war es gut, dass das nicht geklappt hat, denn die nächste Idee war viel cooler 🙂


Versuch 2: Backform aus Schiefer

Im Outdoorcamp Berga ließ sich ein dickes Stück Schiefer finden. Im Vergleich zu anderen Gegenden ist „unser“ Schiefer relativ hart. Mit Hammer und Meißel ließ sich eine Backform aus dem Stein schlagen.
Dabei ist Vorsicht geboten, denn ein Merkmal des Schiefers ist die gute Spaltbarkeit entlang der Schieferungsflächen – allerdings kann dadurch der Stein beim Behauen entlang der Schichtflächen auch unkontrolliert aufplatzen. Es gibt auch Gegenden, in denen der Schiefer viel weicher ist; dann hätte das vermutlich nicht so gut funktioniert…


Wir haben den Stein dann in die Glut gelegt. Da er relativ dick gewählt wurde, dauerte es recht lange, bis er durcherhitzt war. Aber das sollte gleichzeitig die Gefahr dämpfen, dass der ganze Stein durch die Hitze platzt.


Und dann haben wir eeewig auf den flüssigen Waffelteig geglotzt – so richtig „durch“ wurde das nicht .. Hunger!!!


Geholfen hat es dann, direkt unter dem Stein das Feuer einzurichten. Nach ungefähr einer Stunde war unsere Backform ausreichend heiß um eine Waffel nach der anderen zu backen. Lecker!


Jaja, so richtig wie eine Waffel sieht das nicht aus – die hohe Kunst, ein formschönes Waffeleisen aus dem Stein zu schlagen, wird noch geübt 😉
Daher nennen wir das Ganze nun den „RocFox Stein(zeit)kuchen“


Erkenntnis: ein heißer Steindeckel wäre durchaus noch klug gewesen, damit der Teig gleichmäßig durchgart – aber das Wenden mit selbstgeschnitztem Pfannenwender hat auch prima funktioniert.


Hintergrund

Jedes Jahr am 25. März holen die Schweden ihre Waffeleisen aus dem Schrank und feiern Våffeldagen, *Waffeltag*
Was man da macht? Natürlich Waffeln essen! So viel und wie jeder sie am liebsten mag – egal ob zuhause, bei der Arbeit, im Café, im Park oder im Wald?! So wie unser Buchautor Rocco Hartwig (Buch: Selbstgeschnitzt – vom Löffel bis zum Rindentopf – Bushcraft-Küchensachen selber machen)

Die Tradition des Waffeltags reicht zurück bis ins 17. Jahrhundert. Der 25. März steht in der christlichen Liturgie für das Fest Mariä Verkündigung, auf schwedisch: Vårfrudagen. Spricht man das undeutlich aus, klingt es so ähnlich wie Våffeldagen. Laut Legende ist der Waffeltag so entstanden. Obs stimmt, ist nicht nicht erwiesen.

Den Schweden ist das aber egal – Hauptsache es gibt Waffeln, süß oder salzig. Klassischerweise backen die Schweden ihre Waffeln mit Mehl, Eiern, Butter, Milch, aber ohne Zucker. Dazu gibts Konfitüre (sylt), Schlagsahne (vispad grädde) und am liebsten Kaffee.

Na so kann man doch gut in den Tag starten, oder?
Lasst es euch schmecken!

https://www.facebook.com/pietschOutdoorAdventure/

Hier gehts zum Buch


und nach dem ganzen Süßkram gabs noch Spiegel-Ei vom Stein


zum SteinZeitEi II



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