Huflattich: heilsame Blüten im März


Der Huflattich blüht genau zur richtigen Zeit: Er ist im Frühjahr bei Erkältungssymptomen das perfekte Mittel aus der Natur. Die Blüten beginnen jetzt im März tagsüber gelb zu leuchten und so manchen Wegesrand zu säumen.

Wo er zu suchen ist

Der Huflattich ist recht robust und anpassungsfähig. Auf kargen Böden – wie städtischen Brachflächen, an sandigen Wegen und Pfaden oder in alten Steinbrüchen – kommt er ebenso vor, wie an Bachläufen und Uferzonen.

Am Abend ist er schwerer zu entdecken, da die Blätter noch nicht ausgewachsen sind und sich die Blüten des Huflattich bei zunehmender Dunkelheit schließen.

Namen und Nutzung

Der Huflattich gehört zu den ersten Frühjahrsblühern und hat die Besonderheit, dass seine Blüten noch vor den Blättern erscheinen.

Als Mischung in Salaten und Wildgemüse-Gerichten können Huflattichblätter und -Blüten auch roh, gegart oder als Tee verzehrt werden.

Durch die besondere Blattform bekam der Huflattich einige weitere Bezeichnungen – wie Rosshuf, Eselstappe, Fohlenfuß oder Hufblatt.

Tussilago farfara lautet die lateinische Bezeichnung – tussis steht für Husten und agere für vertreiben – ein deutlicher Hinweis auf die volksheilkundliche Verwendung des Huflattichs.

Als Heilkraut sind die Blätter und die Blüten des Huflattichs nutzbar – frisch oder getrocknet. Neben dem Huflattichtee kann auch HuflattichHonig oder -Sirup hergestellt werden. Im Jahr 1994 war der Huflattich sogar Heilpflanze des Jahres.


Blätter mit Potenzial

Ab April erscheinen die Blätter, denen der Huflattich die meisten seiner Volksnamen verdankt. Sie werden recht groß und können gut für gefüllte Gerichte genutzt werden, z.B. für Fleisch im Lehmmantel.

Zudem existiert der Name „Wanderers Klopapier“ – die weiche Unterseite der großen, reißfesten Blätter lädt geradezu für den Gebrauch ein…

Tabakkraut wurde der Huflattich auch genannt: Die getrockneten Blätter wurden in Kräutermischungen gegeben und wie Tabak geraucht.


Tee aus Huflattich-Blüten

Die Blüten kann man an hellen und sonnigen Tagen besonders gut finden, weil sie dann ganz aufblühen und gelb leuchten. Gesammelt werden einzelne Blüten am besten kurz vor der vollen Blüte, indem die Blütenköpfe ganz oben am Stiel abgeknipst werden – das geht ganz leicht mit den Fingern.

Tee aus frischen Blüten lässt sich natürlich gleich nach der Ernte zubereiten. Für die Konservierung und Lagerung ist schnelles und gutes Trocknen wichtig, da die Blüten recht dickfleischig sind.

Sie kommen nach dem Trocknen in ein Gefäß und können als Hustentee oder für Sirup benutzt werden. Die gelben Blüten eignen sich auch wunderbar für bunte WiesenTeeMischungen.


Die Blüten entwickeln sich später zur Samenverbreitung ähnlich wie beim Löwenzahn weiter zu Pusteblumen.


Die Inhaltsstoffe

  • Eisen
  • Kalium
  • Kalzium
  • Kieselsäure
  • Magnesium
  • und Zink

Huflattich enthält zudem Polysaccharide, Schleimstoffe, Sterole, Bitterstoffe und Gerbstoffe. Aber auch toxische Pyrrolizidinalkaloide sind enthalten, die in großen Mengen und über lange Zeit hin eingenommen leberschädigend wirken können.


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Thema von Anders Norén

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